Narbenherz – On a bad trip (Stupify Remix)
- Juni 12th, 2010
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Am Sonntag gab’s die Abschlussreise mit der Kindergartenklasse von Michelle. Nachdem den Kinderchen Wochenlang von Zwerg Baartli und seinen Abenteuern erzählt wurde, wanderten wir in Braunwald von einer Ecke zur Anderen – über Stock und Stein, durch Sumpf und Matsch, vom Zwergenhäuschen, zum Baartli-Arbeitsplatz in der Höhle, bis hin zum Haus der Kräuterhexe Tidi (man korrigiere mich, sollte ich was falsch geschrieben haben).
Eltern, Anhang und gefühlte 300 Kinder waren wir und man glaubt es kaum, wie die (ERWACHSENEN) Idioten zum Teil unterwegs waren: von den Sonntagshosen über die profillosen (weissen) Turnschuhe bis hin zu den – haltet Euch fest – hochhackigen Halbschuhen gab es alles zu sehen. Kopfschüttelnd liess uns auch der Papa zurück, dessen Outfit irgendwo zwischen sechzigerjahre Wandervogel und Grümpelturnierstümper angesiedelt war. Über Kleidergeschmack lässt sich streiten und wer draussen ist, darf ruhig auch mal “währschafter” gewandet sein; aber DER war echt zuviel
Egal… es war trotz wolkenverhangenen Bergspitzen, eine anstrengende aber schöne Wanderung in Braunwald. Die Würste vom Feuer haben natürlich wieder herrlich geschmeckt und auf dem Heimweg sind die Mädels auf’m Rücksitz vom Opel völlig erschöpft und stumm in den Gurten gehangen
Tatort Wohnzimmer: Am Samstag feierten wir vorgezogenen Kindergeburtstag mit Michelle. Und weil seit letztem Herbst Piraten ja soooooo cool sind gab’s natürlich eine Piratenparty. Sechs Mädels und zwei Erwachsene kämpften um die Herrschaft der Weltmeere.
Naja…
Ganz so dramatisch lief’s nicht ab. Aber laut war’s auf jeden Fall
Wer ein echter Pirat sein will (oder hier wohl eher: eine echte Piratenbraut), muss sich natürlich erstmal beweisen. Bei stürmischer See auf einem Schiff zu leben, ist nicht ganz einfach. Die Piratenprüfung lautete deshalb: balancier mit einem vollen Wasserbecher (in dem auch noch ein Kerzchen schwimmt) von einem Seilende zum anderen.
Manche schafften es auf Anhieb, andere sprenkelten erst mal den Boden rot, bis sie zur unerschrockenen Gruppe aufgenommen wurden. Aber Piraten(tussies bräute) wurden sie dann doch alle.
Zur Belohnung durfte die Schatzkiste mal geplündert werden.
Weiter gings dann bald schon mit der zweiten Prüfung: Piraten sind ja schliesslich ein verfressenes Pack hungrige Gesellinnen. Wer also nicht auf dem Schiff zusammenbrechen will, muss sich frischen Fisch besorgen können.
Beim Sturm im Topf und Einäugig kein allzuleichtes Unterfangen!
Aber auch hier haben die Bräute bewiesen, was sie drauf haben und keine musste wirklich hungern. Gut… selbst wenn der Fisch nicht an die Angel gewollt hätte: es gab ja noch Kuchen: 
Nicht von unerheblicher Wichtigkeit für eine richtige Piratin ist natürlich auch der Kampf auf hoher See; und mit den alten Schwarzpulferpiratenpistole muss man die zu kapernde Mannschaft auch erstmal treffen! Das übt man doch am Besten mit einer Wasserpistole und kleinen Tischtennisbällen: 
Aber was ist das Wichtigste für einen Piraten an seinem Geburtstag? Natürlich! Die Geschenke. Die Schatzkiste mag noch so verlockend glitzern und knistern und rascheln; das schönste sind dann doch immer noch die Gaben der Schiffscrew:
Und irgendwann, nach 3 Stunden harter Arbeit durften sich die Seniorpiraten bei einem kühlen Prosecco von den Strapazen des nachmittäglichen Seeräubertamtams erholen…